Garzweiler

Garzweiler - ein Synonym für das sozial und ökologische, problematische Industrieprojekt in der Bundesrepublik. Es zählt mit einer Gesamtfläche von ca. 66 Quadratkilometer zu den größten Braunkohletagebaugebieten. Der Standort befindet sich im Gebiet zwischen Aachen, Köln, Düsseldorf und Mönchengladbach. Der Braunkohletagebau Garzweiler ist ein Tagebau der RWE Power AG im Rheinland und erstreckt sich westlich von Grevenbroich im Kreis Neuss. Er wurde nach dem Dorf Garzweiler in der Gemeinde Jüchen benannt. Das Dorf Garzweiler wurde vom Braunkohletagebau abgebaggert und ist heute ein Synonym für den Abbau von Braunkohle im Tagebau. Der Tagebau ist unterteilt in Garzweiler I mit einer Gesamtfläche von 66 Quadratkilometern. Seit Anfang 2006 wird der Abbau in das 48 Quadratkilometer große Anschlussfeld Garzweiler II fortgeführt.
Im Zuge des Abbaus werden Dörfer abgetragen und die dort sesshafte Bevölkerung zwangsumgesiedelt. Ganze Landschaften verschwinden von der Erdoberfläche. Aufgrund unseres ansteigenden Lebensstandards werden immer mehr Eingriffe in unsere Umwelt gewagt, ohne deren Folgen und Auswirkungen zu beachten. Hierfür werden Lebensräume abgetragen, Dörfer, Lebensgemeinschaften umgesiedelt. Neben den sozialen Folgen der Verwüstung sind vor allem ökologische Zerstörungen zu befürchten.
Mit meinen Bildern dokumentiere ich die Folgen des Abbaus vor Ort. Mit dem Ziel einen Einblick in die Veränderung der Ortschaften und der umliegenden Landschaften zu zeigen. Konkrete Eindrücke lassen sich aus den Aufnahmen der Dörfer Otzenrath und Holz gewinnen, die ich seit Anfang 2005 festhalte.